Bid, Ask, Spread und Margin

Im Forex Trading existieren mehrere Begriffe, die dem Laien unverständlich sind, dem interessierten Einsteiger jedoch unbedingt geläufig sein sollten. Zu diesen erklärungsbedürftigen Begriffen zählen zum Beispiel die Wörter Bid, Ask, Spread und Margin. Als Bid wird der Kurs bezeichnet, zu dem die Währung verkauft werden kann.

Ask ist hingegen der Kurs, zu dem die Währung erworben wird. Beim Forex Trading sind die beiden Kurse nicht identisch. So ist der Kaufkurs höher als der Verkaufspreis. Durch den Differenzbetrag aus Verkaufs- und Kaufkurs finanziert sich letztendlich auch der Forex Broker, der dem Trader die Handelsplattform im Normalfall unentgeltlich zur Verfügung stellt, da keine weiteren Gebühren verlangt werden.

Der dem Forex Broker zustehende Differenzbetrag wird auch als Spread bezeichnet. Der Unterschied zwischen den beiden Kursen ist jedoch in der Regel so gering, dass es sich hierbei nur um wenige Pips handelt. Als Pip wird im Regelfall die vierte, seltener auch die dritte und vierte Stelle hinter dem Komma bezeichnet. Hat beispielsweise der Euro vor kurzer Zeit noch einen Wert von 1,5308 gehabt und steht jetzt bei 1,5309, so ist der Kurs um einen Pip gestiegen.

Die Notierung der Währungen erfolgt in einer speziellen Schreibweise, wobei bei den angegebenen Währungspaaren stets die stärkere Währung zuerst genannt wird. Da der Euro zurzeit einen höheren Wert besitzt als der US-Dollar lautet die korrekte Schreibweise: EUR/USD. Befindet sich hinter der Bezeichnung des Währungspaares ein bestimmter Wert, zum Beispiel 1,5309, so heißt das, dass man als Gegenleistung für einen Euro 1,5309 US-Dollar erhält. Da der US-Dollar infolge der Finanzkrise stark an Wert eingebüßt hat, existieren derzeit vier Währungen, die bei der Paarbildung mit dem US-Dollar an erster Stelle stehen.

So ist der US-Dollar nicht nur schwächer als der Euro, sondern auch von geringerem Wert als der australische und der neuseeländische Dollar sowie das britische Pfund. Die jeweiligen Kurswerte sind jedoch ständigen Schwankungen unterworfen. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. So spielt die Nachfrage sowie das Angebot an Währungen eine sehr große Rolle, ebenso wirtschaftliche Faktoren wie zum Beispiel die Inflationsrate in einem entsprechenden Land sowie die unterschiedlichen Zinssätze. In der Regel steigt der Kurs der Währung an, in deren Ursprungsland sich die Zinssätze erhöhen. Sinken die Zinsen, so mindert dies auch den Wert der entsprechenden Währung.

Eine weitere Besonderheit im Rahmen des Forex Tradings ist der Leverage Effekt. Unter dem Leverage Effekt versteht man die so genannte Hebelfunktion, wodurch bewirkt wird, dass mit weitaus höheren Summen spekuliert werden kann, auch wenn das eingesetzte Kapital hierfür nicht ausreicht. Das als Sicherheitsleistung eingesetzte Kapital wird beim Forex Trading Margin genannt.

Ein Hebel von 1:250 hat beispielsweise zur Folge, dass der Spekulant lediglich eine Summe von 100 US-Dollar einsetzen muss, um mit einer Summe von 25 000 US-Dollar spekulieren zu können. Das Risiko beim Leverage Effekt ist demnach jedoch auch sehr viel höher als bei einem herkömmlichen Handel ohne Margin. Transaktionen mit einer entsprechenden Hebelwirkung können insbesondere für Einsteiger sehr hohe Risiken bergen, da zum Beispiel bei der vorgenannten Hebelwirkung von 1:250 das Risiko 250 mal höher ausfällt. Daher ist das Geschäft mit den Margins für Neulinge auf dem Forex-Markt eher ungeeignet.

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