Devisenmarkt

Der Devisenmarkt ermöglicht den Tausch von inländischem Geld in ausländisches Geld oder umgekehrt. Mit einem Tagesumsatz von jährlich mehreren Billionen US-Dollar ist der Forex Markt global betrachtet der größte Finanzmarkt unserer Zeit.

Durch den als Forex Trading bezeichneten Vorgang des Devisenhandels wird die Kaufkraft der Inlandswährung in die Auslandswährung umgepolt. Der Devisenmarkt wird in erster Linie von Bankinstituten, Handelshäusern, privaten Devisenhändlern und -maklern sowie von Industrieunternehmen beherrscht. Eine nicht zu vernachlässigende Rolle im Devisengeschäft spielen darüber hinaus die Zentralbanken, die das Instrument der so genannten Devisenmarktintervention nutzen, um zumeist aus wirtschaftlichen oder auch politischen Gründen den Devisenmarkt zu regulieren und somit zur Wiederherstellung des Devisenmarktgleichgewichts auf eine effektive Weise beitragen können.

Beim Devisenmarkt handelt es sich an und für sich nicht um einen festen Ort, an dem, ähnlich wie an der Wertpapierbörse, die Devisen gehandelt werden. Da die Devisenbörsen in der Vergangenheit kaum genutzt wurden, wurden diese am Ende des Jahres 1998 in Deutschland abgeschafft. Zur Ermittlung der amtlich festgelegten Devisenkurse dienen in Europa seit diesem Zeitpunkt die so genannten Referenzwerte, beispielsweise der EuroFX.

Auch der Handel zwischen den einzelnen Banken wird nicht an einer Börse getätigt. Diesbezüglich existieren häufig entsprechende Händlernetze zwischen den Geldinstituten, wobei gerade in neuerer Zeit auch Unternehmen, Forex Broker und private Geldanleger im Devisengeschäft kräftig mitmischen.

Als Handelsplattformen für das Forex Trading werden in der heutigen Zeit insbesondere bestimmte Forex-Portale genutzt. Das Forex Trading kann grundsätzlich aber auch über das Telefonnetz erfolgen. Der Devisenmarkt hat an und für sich rund um die Uhr geöffnet, von Sonntag nachts bis Freitag nachts, jeweils ab, bzw. bis 23 Uhr werden die Devisenkurse bekanntgegeben und in dieser Zeit kann auch gehandelt werden. Diese Regelung ist international gültig, wobei allerdings die regional unterschiedlichen Feiertagsregelungen beachtet werden müssen. So ist zum Beispiel der Euro am 1. Mai nicht verhandelbar, während der Dollar an den US-amerikanischen Feiertagen ruht.

Die auf dem Devisenmarkt am häufigsten gehandelten Währungspaare sind der Euro und der US-Dollar. So ist dieses Währungspaar an über einem Viertel aller Handels-Aktionen beteiligt. Das zweithöchste Handelsvolumen besitzt der Yen in Verbindung mit dem US-Dollar gefolgt von dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Der Euro, der US-Dollar, der Yen, das Britische Pfund sowie der Schweizer Franken sind in ihrer Funktion als international gebräuchliche Reservewährungen die am Devisenmarkt am häufigsten gehandelten Währungen.

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