Möglichkeiten der CFDs

CFD ist die Abkürzung für die englische Wortkombination „Contract for Difference“. Ein CFD ist demnach ein Differenzkontrakt. Als laufzeitunabhängiges Differenzgeschäft besteht diesbezüglich die Möglichkeit, mit den Kursschwankungen von Währungen zu spekulieren, ohne dass sich diese Währungen im eigenen Besitz befinden.

Der Gewinn, bzw. der Verlust resultiert bei einem CDF aus der Differenz zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis der jeweiligen Währung. Wer also einen Differenzkontrakt erwirbt, der muss im Verlustfall die Differenz durch seine zur Verfügung stehenden Finanzmittel ausgleichen, profitiert jedoch gleichermaßen auch von einem etwaigen Gewinn, ohne dass die Währungen oder die Aktien selbst ihm gehören. So können auch Menschen, die nicht das nötige Kapital für den Erwerb der entsprechenden Aktien oder Währungen besitzen, auf dem Aktien- oder Devisenmarkt in der Rolle eines Spekulanten mehr oder weniger erfolgreich sein.

In diesem Sinne ist der CFD den Derivaten zuzuordnen und besitzen diesbezüglich eine gewisse Ähnlichkeit mit Hebelzertifikaten oder Optionsscheinen. Differenzkontrakte sind jedoch sehr viel transparenter und einfacher zu durchschauen als die vorgenannten Derivate.

Beim Kauf eines CFDs wird eine Aktie oder eine Währung nicht in ihrer physischen Form erworben, sondern nur die Option, aus der Kursschwankung einen finanziellen Nutzen zu ziehen.

Der Kurs des Basiswertes entspricht diesbezüglich dem Kurs des CFDs. Werden die CFDs gehandelt, so muss hierfür nur ein geringer Teil des Geldes, das an und für sich für den Erwerb des CFDs oder des Basiswerts ausgegeben werden müsste, als Margin hinterlegt werden. Somit besteht die Chance, mit einem relativ niedrigen Kapitaleinsatz ein weitaus höheres Volumen zu handeln, wobei die Möglichkeit gegeben ist, das eingesetzte Kapital zu hebeln.

Da die Kursschwankungen des CFD sowie des Basiswertes im Prinzip identisch sind, kommt es zu einer Hebelung der Gewinne, aber auch der Verluste. Genau wie beim Basiswert errechnet sich der Gewinn oder Verlust beim CFD durch die Differenz zwischen dem Einkaufs- und dem Verkaufspreis.
Das Interessante ist, dass es beim CFD Möglichkeiten gibt, sowohl bei steigendem als auch bei fallendem Kurs einen finanziellen Vorteil zu erzielen.

Für den Handel mit CFDs muss lediglich eine Sicherheitsleistung in einer vorher vereinbarten Höhe hinterlegt werden. Diese Sicherheitsleistung wird Margin genannt. Die Höhe dieser Sicherheitsleistung sowie die daraus resultierende Hebelwirkung sind von Broker zu Broker unterschiedlich und letztendlich auch von der Art des gehandelten Finanzinstruments abhängig. Beträgt die zu hinterlegende Sicherheit zum Beispiel zwei Prozent, so wird mit einem Hebel von 50:1 gehandelt. Wenn sich nun der Basiskurs um ein Prozent steigt, dann hat dies einen Gewinn in der Höhe von 50 Prozent zur Folge. Hierbei gilt zu beachten, dass sich das Verlustrisiko parallel zu der jeweiligen Stärke der Hebelwirkung erhöht oder verringert.

So birgt eine große Hebelwirkung auch ein dementsprechend hohes Risiko, während eine kleine Hebelwirkung ein geringes Risiko verursacht. Da das Gewinnpotenzial, aber auch das Verlustrisiko bei einem Finanzinstrument, das sich der Hebelfunktion bedient, sehr viel höher ist, zählen die Differenzkontrakte zu den riskanten Geldanlageformen.

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